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Lothar Matthäus

Lothar Herbert Matthäus, wie der ehemalige deutsche Fußballspieler mit vollem Namen heißt, begann seine Karriere im Alter von neun Jahren bei seinem Heimatverein 1. FC Herzogenaurach. Dort durchlief er die gesamte Jugendabteilung des Vereins. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Lehre als Raumausstatter.

Im Sommer 1979 wurde der damals 17-jährige Lothar Matthäus vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach unter Vertrag genommen, wo er sich direkt in der ersten Saison einen Stammplatz erarbeiten konnte und mit der Mannschaft das Finale des UEFA-Pokals erreichte, welches allerdings gegen Eintracht Frankfurt verloren ging.

Der Lohn für die harte Arbeit war ein Jahr darauf die Nominierung für den Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, für die mit 18 Jahren im Gruppenspiel gegen die Niederlande debütierte.

Auf seinen ersten großen Titel musste Lothar Matthäus zwar etwas länger warten, doch in der Saison 1984/85 gewann er dann mit dem FC Bayern München erstmals die deutsche Meisterschaft, worauf in der Saison darauf sogar das Double folgte.

Bei der WM 1986 in Mexiko ging Matthäus erstmals als Stammspieler in ein großes Turnier und erreichte mit dem deutschen Team, unter dem Trainer Franz Beckenbauer, das Finale gegen Argentinien, welches mit 2:3 verloren wurde.

Nach der dritten deutschen Meisterschaft in Folge wechselte Matthäus zur Saison 1988/89 in die italienische Serie A zu Inter Mailand, wo er unter dem Trainer Giovanni Trapattoni in seiner ersten Saison die italienische Meisterschaft gewann.

Im Sommer danach folgte bei der Weltmeisterschaft 1990 in Italien dann der Höhepunkt in Lothar Matthäus’ Karriere. Er führte als Kapitän die deutsche Nationalmannschaft zum dritten WM-Titel. Zudem wurde er anschließend unter anderem als Europas Fußballer des Jahres und Weltfußballer ausgezeichnet.

Auch im Verein hielt Matthäus’ Erfolgssträhne an. Er gewann mit Inter Mailand den UEFA-Pokal 1991. Doch dann warf ihn ein Kreuzbandriss im April 1992 weit zurück, worauf er die EM 1992 verpasste und Juventus Turin ein Angebot für den Spieler zurückzog.

Daraufhin wechselte Lothar Matthäus im August 1992 erneut zum FC Bayern München, wo er bei seinem zweiten Anlauf vier deutsche Meisterschaften, einen DFB-Pokal sowie den UEFA-Pokal in der Saison 1995/1996 feiern konnte.

Von März bis September 2000 wollte Lothar Matthäus schließlich seine Karriere in den USA ausklingen lassen. Er wurde allerdings zur EM 2000 von Trainer Erich Ribbeck nochmals in den Kader der deutschen Fußball-Nationalmannschaft berufen. Doch dort endete seine Karriere nach 150 Spielen, mit einem 0:3 im dritten Gruppenspiel gegen Portugal und dem damit verbundenen Ausscheiden nach der Gruppenphase, äußerst unrühmlich.

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